DIY: Plätzchen backen

Gestern ging es in der Küche und im Esszimmer hoch her: vier fleißige Mädels sind zum Plätzchen backen vorbei gekommen. Ich bin wirklich sehr zufrieden mit dem Ergebnis! Wir haben in drei Stunden vier verschiedene Sorten gemacht, die alle sehr lecker schmecken!  🙂 Daher möchte ich Euch die Rezepte und Bilder dazu nicht vorenthalten. Hier also drei leckere Plätzchen-Rezepte zum nachbacken:

1. Spitzbuben (der Klassiker – ohne Nüsse):

Spitzbuben

Zutaten: 500 g Weizenmehl, 2 gestrichene Teelöffel Backpulver, 150 g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 2 Eier, 250 g Butter oder Margarine, Gelee zum bestreichen (ich habe Johannisbeer-Gelee genommen) und Puderzucker.

Zubereitung: Aus den Teigzutaten (alles außer Marmelade und Puderzucker) einen Mürbeteig herstellen: entweder in der Küchenmaschine oder selbst kneten auf der Arbeitsplatte. Dann Zuerst Mehl und Backpulver mischen, eine Kuhle rein drücken und da rein Zucker, Vanillezucker und Eier  geben und das ganze zu einem Brei verkneten. Anschließend die Butter in Stückchen dazu geben und alles schnell zu einem Teig verkneten. Sollte der Teig klebrig sein, könnt ihr ihn ca. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. Danach geht es ans Ausstechen.

Spitzbuben Ausstecher

Ich habe dafür extra Spitzbubenausstecher gekauft für 4,50 €. Leider kann ich sie nicht wirklich empfehlen, da es zwar praktisch gedacht ist, aber nicht gut gemacht ist. Das Loch in der Mitte drückt sich nicht ganz in den Teig durch, d.h. man muss immer noch mal den Teig richtig durch drücken… Trotzdem den Teig in zwei Hälften teilen und eine Hälfte mit und eine Hälfte ohne Loch ausstechen. Die Plätzchen im Backofen bei 175° 8 – 10 Minuten backen. Sie sollten noch hell sein und nicht braun. Nachdem die Plätzchen abgekühlt sind je ein Plätzchen mit Loch (Oberteil) und eins ohne Loch (Unterteil) mit dem Gelee zusammen kleben. Anschließend alle Plätzchen mit Puderzucker bestäuben und fertig!

2. Hausfreunde (mit Marzipan):

Plätzchen Hausfreunde

Zutaten: Teig: 175 g Mehl, 75 g Stärke, 175 g kalte Butter in Stücken, 1 Ei, 60 g Zucker, 2 Päckchen Vanillezucker; Füllung: 200 g Marzipanrohmasse, 100 g Puderzucker und Aprikosenmarmelade; Glasur: 100 g Zartbitterkuvertüre

Zubereitung: Aus den Teigzutaten rasch einen Mürbeteig kneten und den Teig 30 Minuten im Kühlschrank kalt stellen. Den Teig mit Mehl dünn ausrollen und mit einem beliebigen Ausstecher Plätzchen ausstechen und diese dann auf ein Backblech mit Backpapier geben und anschließend im Ofen bei 180° 10 Minuten goldgelb backen. Die Plätzchen abkühlen lassen und währenddessen die Marzipanrohmasse mit dem Puderzucker zu einem Teig kneten. Diesen Teig zwischen Folie oder auf Puderzucker dünn ausrollen. Nun gibt es verschiedene Varianten. Ihr könnt entweder den gleichen Ausstecher nutzen oder einen kleineren (das haben wir gemacht) und Marzipanplätzchen ausstechen. Die gebackenen Plätzchen mit Marmelade bestreichen und je ein Marzipanplätzchen drauf kleben. Hier gibt es noch eine Variante: ihr könnt auch noch ein Teigplätzchen wieder oben drauf kleben. Zum Schluss die Kuvertüre in einem Wasserbad erhitzen und die Plätzchen ganz mit Schokolade überziehen (entweder mit einem Pinsel oder eintauchen, allerdings werden da die Hände sehr dreckig 😉 ). Wer mag kann noch eine Walnuss oben drauf kleben. Aber mir schmecken sie ohne besser. 🙂

3. Weiße Nuss-Wölkchen (zum ersten Mal gemacht und sie waren gleich sehr beliebt):

Weiße Nuss-Wölkchen

Zutaten: 175 g Butter, 125 g Puderzucker, 1 TL Vanillezucker, 1 Eigelb, 100 g gemahlene Mandeln, 175 g Mehl, 100 g weiße Kuvertüre, Mandelblättchen zum dekorieren

Zubereitung:  Butter mit Puderzucker, Vanillezucker und Eigelb cremig rühren. Mandeln und Mehl nach und nach unterrühren und zu einem glatten Teig verarbeiten. Den Backofen auf 150° vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen. Aus dem Teig walnussgroße Kugeln formen und auf das Blech setzen. Im Ofen (Mitte, Umluft 130°) in 20 – 30 Minuten hellgelb backen. Herausnehmen und erkalten lassen. Kuvertüre über dem Wasserbad erwärmen (nicht zu lang, sonst klumpt sie!) Die Kugeln mit der Schokolade überziehen, mit Mandelblättchen garnieren und auf ein Kuchengitter setzen.

So das waren die drei besten Plätzchen-Rezepte. Allgemein kann ich sagen, dass die Plätzchen am besten werden, wenn man Butter statt Margarine verwendet und die Plätzchen eher klein sind. Sie schmecken dann feiner und man kann mehr verschiedene Sorten probieren. Viel Spaß  und Erfolg beim nachbacken! 🙂
Was wird bei Euch so gebacken in der Vorweihnachtszeit?

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3 Gedanken zu “DIY: Plätzchen backen

  1. Imke schreibt:

    Bei uns daheim gabs immer mindestens zwei Sorten: Nusshäufchen („Häufchen“ aus gemahlenen Haselnüssen und aufgeschäumtem Zucker-Eiweiß, obendrauf eine halbe Haselnuss) und Haferflockenplätzchen (ebenfalls zuckerei-ige Klekse aus gerösteten Haferflocken). Ich hab mich dann in Stuttgart (mal ohne Mama backen, gell) an Zimtsterne herangewagt – und dabei nach stundenlanger, ultraklebriger Arbeit recht ansehnliche, aber leider steinharte Exemplare derselben hergestellt. Beim alten, urschwäbischen Bäcker unter uns im Haus dann gelernt, dass „gute“ Zimtsterne drei Tage brauchen („aba wälla Nicht-Bägger sich däs otoa?“) und vor zwei Wochen bei einer Freundin den Trick mit der Frischhaltefolie abgeschaut: Den Teig nicht so auf die Arbeitsplatte oder unter das Nudelholz lassen, sondern zwischen zwei Frischahltefolien-Stücke legen – was das Arbeit spart! 😉 Dieses Jahr haben Mama und ich wieder zusammen gebacken (alle drei Sorten plus Hildabrötchen) und sie sind alle sehr lecker geworden…

    • Hey, vielen Dank für deinen Kommentar! Also Nusshäufchen hören sich auch sehr lecker an, also die Zutaten meine ich. 😉 Und sie sind wahrscheinlich nicht so aufwendig. Zimtsterne finde ich eher überbewertet. Sie sehen toll aus, wenn sie jemand machen kann, aber schmecken tun sie eigentlich nicht… Sind sie bei euch dieses Mal schön und lecker geworden?

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