DIY: Balkonkissen und runde Tischdecke aus Wachstuch – orange-weiß gestreift!

Über das verlängerte Wochenende war ich fleißig! Ich war bei meinen Eltern in der „alten Heimat“ und damit in der Nähe der tollen Nähmaschine meiner Mutter. Das habe ich genutzt und ein lang geplantes DIY-Projekt für den Balkon umgesetzt. Ich wollte schon immer schöne Kissen für unsere zwei Balkonstühle und eine Tischdecke für den Alutisch haben. In diesem Beitrag zum Grillen auf dem Balkon könnt ihr die Möbel „ohne“ sehen. Meine Lieblingsfarbe ist orange, daher habe ich mich für orange-weiß-gestreiften Stoff und orange-weiß-gestreiftes Wachstuch von Ikea entschieden. Inzwischen fast das prima zur Jahreszeit 😉 Im Gegensatz zu meinem letzten Nähprojekt  habe ich dieses Mal (fast) alles selbst genäht! Und es hat richtig viel Spaß gemacht! Ich überlege bereits was ich als nächstes Nähen könnte… es macht süchtig!

Angefangen habe ich mit der Tischdecke. Das schien mir einfacher für den Start 😉 Das Wachstuch sollte nicht knicken und auf keinen Fall vorher gewaschen werden! Das Wachstuch kann später einfach mit einem feuchten Lappen abgewischt werden.

Als Erstes muss das Wachstuch vorsichtig gefaltet werden, zweimal, dass ein Viertel übrig bleibt. Dann in eine Nadel einen langen Faden einfädeln und an das andere Ende einen Stoffstift fest knoten. Die Länge des Fadens sollte dem Radius der späteren Decke entsprechen. Das waren bei mir ca. 70 cm. Nadel, Faden und Stift werden dann als Zirkel benutzt um die Kreisform aufzuzeichnen. Danach den Stoff noch mal richtig glatt ziehen und entlang des Strichs alle Schichten gleichzeitig schneiden, aufklappen: ein Kreis! Ist wie beim Weihnachtssterne basteln 😉

Damit die Tischdecke (immerhin ist sie aus Wachstuch) nicht zu bieder aussieht habe ich ein orange-weiß gepunktetes Schrägband gekauft um die Kante zu umfassen. Zusammen wirkt der Mustermix modern und fröhlich. Das Schrägband habe ich mit einem einfachen Stich mit der Nähmaschine im „Schildkrötenmodus“ (ganz langsam) fest genäht. Dafür das vorgefalzte Band um die Decke legen und am Rand fest nähen. Darauf achten, dass Vorder- und Rückseite gefasst werden! P.S: Wie lange muss das Band sein? Da hilft ein bisschen Mathe: Umfang= 2*r(Radius)*π

Dann geht es an die Kissen. Als Füllung habe ich zwei fertige Sitzkissen von Ikea genommen. Leider habe ich ein Kissen mit Farbe ruiniert (beim Waschen wurde es nur noch schlimmer), daher habe ich für das Esszimmer neue Kissen gekauft und die alten Kissen erhalten einen neuen Bezug. Zuerst den Stoff zuschneiden: jedes Kissen braucht drei Teile. 1. Ein großes Rechteck, dass komplett um das Kissen herum passt (wir haben dafür einfach das Kissen auf den Stoff gelegt) plus doppelte Nahtzugabe. 2. Ein kleineres Rechteck in der gleichen Breite, das später eingeklappt wird (dann müssen wir keinen Reißverschluss einnähen) und 3. einen langen dünnen Streifen aus dem ein Schrägband werden soll um die Kissen am Stuhl festbinden zu können.

Nach dem Zuschneiden habe ich mich daran gemacht Bänder zu nähen. Doch vor dem Nähen heißt es erst mal bügeln: zuerst auf die Hälfte, dann aufklappen und beide Seiten zur Mitte falten und bügeln und zum Schluss noch mal zusammenklappen und bügeln. Danach die offene Seite zusammen nähen. Dafür braucht ihr eine sehr dicke Nadel, da ihr vier Lagen Stoff näht! (Ich habe leider auch eine Nadel geschrottet.) Da wir pro Kissen zwei Bänder brauchen werden die langen Bänder in der Mitte durchgeschnitten. Die Enden jeweils einmal umknicken und fest nähen. Achtung: dickste Stelle! Ganz langsam Nähen! 😉

Danach geht es an die Kissen. Dafür das lange mit dem kurzen Teil zusammen stecken und jeweils zwei Bänder in der Mitte dazwischen klemmen und nähen. Anschließen die Ober- und Unterseite zweimal umlegen und versäubern. Die mittlere Naht hat meine Mutter zur Sicherheit mit ihrer Overlocknähmaschine versäubert. Die einzige Naht, die ich nicht genäht habe. 😉

Nach dem Versäubern kommt nun die eigentliche Kissenform. Wir haben dafür das Kissen in den Stoff gelegt und den Stoff zusammen gesteckt. Wichtig: darauf achten, dass die Streifen zusammen passen. Wir haben eine doppelte Naht gemacht. Dafür von der Absteckung eine zwei Zentimeter entfernte zweite Linie ziehen. An dieser Linie den Stoff zuschneiden und von außen (Stoff auf rechts gedreht) nähen.

Nach dem ersten Nähen habe ich das Kissen auf links gedreht und die Kanten auseinander gebügelt. (Nähen heißt auch viel Bügeln!) Anschließend wird die zweite, innere Naht genäht. Wenn man jetzt das Kissen wieder richtig rum dreht: eine sichere unsichtbare Naht! 🙂

Der letzte Schliff: das Logo und die das Nähen der Ecken. Für die Ecken, den Stoff auseinander ziehen und eine horizontale Naht nähen, die so lang ist, wie das Kissen hoch ist. Am besten ihr guckt auf den Bildern 😉

Und wie  sieht alles fertig aus? Ich habe die letzten Sonnenstrahlen für ein kleines Fotoshooting genutzt:

Das dritte Kissen ist genauso genäht wie die anderen beiden Kissen, nur an einem Stück und ohne die Bänder.

Das Nähen hat richtig viel Spaß gemacht und ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Vielen lieben Dank an meine Mutti, die mir viele Tipps gegeben hat und die Nähmaschine geliehen hat. Die werde ich wohl noch öfter nutzen. Und vielleicht gibt es irgendwann eine eigene 😉

Ich hoffe Euch gefallen die Kissen und die Tischdecke. 😉 Macht Euch Nähen auch Spaß? Welche Projekte könnt ihr einem Anfänger empfehlen? Bis bald! 🙂

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5 Gedanken zu “DIY: Balkonkissen und runde Tischdecke aus Wachstuch – orange-weiß gestreift!

  1. Fadenzauberei schreibt:

    Wow! Das sieht wirklich toll aus!! 🙂

    Ich meine, als Anfänger sollte man sich nicht gleich ein Kleid von Channel vornehmen 😉 Kleinere Projekte ( Kissenhüllen, Zugluftstopper, Schürzen, Buchhüllen, kleine Taschen, Nadelkissen, einfacher Rock) sind eine gute Übung. Sie sind schnell fertig und man freut sich über das Ergebnis. Vorallem bleibt die Motivation bei kleineren Nähaktionen nicht auf der Strecke 😉
    LG
    Anke

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