DIY: Schuhbank bauen (Teil 1)

Heute kommt mein erstes DIY-Projekt für 2014! Und es ist gleich ein umfangreiches Projekt, das ich auf drei Blog-Beiträge verteile. Ich habe mein erstes Möbelstück selbst gebaut! 🙂 Es ist eine Schuhbank mit Platz um die Schuhe abzustellen und einer Möglichkeit sich darauf zu setzen um die Schuhe an- und auszuziehen.

Für dieses Projekt braucht Ihr:

  • zwei Fichtenholzplatten in der Größe 80 x 40 cm (wir haben uns für dieses Format entschieden, weil es das schon fertig zugeschnitten im Baumarkt gab, es nennt sich Leimholz)
  • Leisten aus Fichtenholz mit einer Stärke von 1,7 cm (wir haben eine 2 m Leiste und ein schlichtes Balkonbrett genommen)
  • einen Balken 7,2 x 7,2 cm, diesen haben wir uns im Baumarkt zuschneiden lassen auf 4 Stücke à 40 cm Länge

Wichtig beim Holz: es sollte gehobelt, also schön glatt sein!

  • Holzdübel
  • Schrauben
  • 8 Kistenecken (siehe Foto)
  • Akkubohrschrauber
  • Lineal, Zollstock und Bleistift (hilfreich ist auch ein Geodreieck oder Winkel)
  • Stichsäge
  • Schleifpapier

Und so funktioniert es:

Zuerst müssen alle Teile auf die richtige Länge und Breite gesägt werden. Die Leisten sollen später oben um die Sitzfläche herum geschraubt werden, dass darin ein Kissen zum Sitzen liegen kann. Daher brauchen wir zwei Leisten mit 83, 4 cm (80 cm plus 2 x 1,7 cm) und zwei Leisten mit 40 cm. Um den beiden Seitenteilen eine Rundung vorn zu geben, haben wir ein Glas benutzt und die Form mit der Stichsäge ausgesägt. Bei der unteren Platte müssen die Füße ausgesägt werden. Dafür die Balken in die vier Ecken stellen, drum herum zeichnen und die Ecken aussägen. Damit alle Leisten und Balkon schön glatt sind, haben wir sie abgeschliffen.

Zum Zusammenbauen der Teile haben wir uns für Holzdübel entschieden. Die sieht man später nicht. 🙂 Dafür haben wir in jeden Balken 4 Löcher gebohrt und in die obere Platte auch vier Löcher. Wichtig: die Löcher dürfen nur halb so tief sein, wie Eure Holzdübel lang sind und ihr müsst genau festlegen wo die Löcher sind, damit sie zusammen treffen. Wir haben bei den Balken immer 1,5 cm vom Rand genommen und dieses Muster dann auch auf die Platte übertragen. Außerdem müssen die Löcher senkrecht nach unten gehen. Da das alles nicht so einfach ist, haben wir so viele Löcher gebohrt. Am Ende haben wir nicht in jedes Loch einen Dübel gemacht, sondern nur in die Löcher, bei denen es gut funktioniert und gepasst hat. Wir hatten also etwas Auswahl 😉 Mindestens zwei Löcher pro Balken sollten es aber sein. Um die Lochtiefe und Richtung zu kontrollieren haben wir uns ein Hilfsinstrument gebaut: Wir haben zwei Holzstücke zusammen geschraubt, dass sie einen rechten Winkel bilden. Die Höhe entspricht dem Bohrer minus der Lochtiefe (in unserem Fall 1,5 cm). Wir haben im rechten Winkel des Holzstücks gebohrt, so bleibt der Bohrer senkrecht und wenn der Bohrer am Holz ankommt ist das Loch 1,5 cm tief. Jetzt ist es von Vorteil zuerst festzulegen wo welches Bein hinkommt, wie es gedreht wird und mit welchen Dübeln es festgemacht wird. Denn anschließend müssen auch Löcher in die Seiten der Beine gebohrt werden um die Platte in der Mitte zu befestigen. Die Höhe muss vom Boden überall gleich sein, daher musste ich hier ganz genau messen, sonst wird die Platte schief oder passt gar nicht rein.

Wenn nun alle Teile zugeschnitten, gelöchert und verdübelt sind, können die Teile zusammen gesteckt werden. Dafür müsst Ihr zu zweit sein. Jeder guckt auf einer Seite, dass alle Dübel im richtigen Loch sitzen. Zuerst die untere Platte mit den Füßen zusammen stecken und dann die obere Platte aufsetzen. Die Leisten drum herum werden mit den Kistenecken fest geschraubt. Die Schrauben dürfen nicht zu lang sein. Zuerst die Seitenteile anschrauben und danach die langen Rück- und Vorderseitenteile. Auch dafür muss man zu zweit sein: einer hält die Leisten in Position und der andere schraubt sie fest.

Und dann ist die Bank auch schon fertig!

Geplant ist noch die Bank mit einer Lacklasur dunkelbraun zu lasieren und ein Kissen zum Sitzen oben drauf zu Nähen. Aber die Grundfunktionen der Bank sind schon erfüllt: man kann sich drauf setzen um die Schuhe anzuziehen und unten Schuhe abstellen. 🙂

Herz aus rustikalem Holz

Herz aus rustikalem Holz

Im Hintergrund der Bilder habt Ihr vielleicht ein Holzteil gesehen. Das ist dieses wunderschöne Herz. Mein Mann hat es für mich aus einem Holzblock ausgesägt und mir zu Weihnachten geschenkt 🙂 Schöööööön!

Diese Anleitung war etwas umfangreicher. Ich hoffe, Ihr habt alles verstanden. Wenn Ihr Fragen habt, könnt Ihr sie gern stellen 🙂 Habt Ihr schon mal ein Möbelstück selbst gebaut? Habt Ihr Tipps für den Umgang mit Holzlasur? Bis bald und viele liebe Grüße, Franzi. 🙂

Inzwischen sind auch Teil II (Kissen nähen) und Teil III (Holz lasieren) fertig! 🙂

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4 Gedanken zu “DIY: Schuhbank bauen (Teil 1)

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